Leider sind stehende und liegende Baumruinen in unseren Wirtschaftswäldern Mangelware, sodass die Totholz - Recycler immer weniger zu finden sind und der zur Zeit boomende Brennholzbedarf infolge Energieverteuerung trägt nicht gerade zu einer Verbesserung der Lage bei. Dennoch, Holz zersetzende Pilze sind seit eh und jeh Schlüsselorganismen der Evolution.
Vor noch nicht allzu langer Zeit hatten Pilze aus der Ordnung der Aphyllophorales (Nichtblätterpilze) auch eine wirtschaftliche Bedeutung, worauf der Name des Zunderschwammes hinweist. Vor dem Streichholz war es recht schwer, Feuer zu entfachen und man suchte nach geeigneten Substanzen, um aus einem Funken eine lodernde Flamme zu erzeugen.
Dies bot der Zunderschwamm mit seiner filzigen / faserigen Schicht unter der harten Hutkruste. Auch wirtschaftlich bot er eine Menge, starb letztendlich der Beruf des „Zundelmachers“ erst mit dem Aufkommen des Streichholzes aus. Für die Herstellung von Hosen, Jacken, Westen, Mützen, Bilderrahmen, Bucheinbände und Kork musste der Pilz herhalten. Ganze Wirtschaftsmonopole entstanden aus der vielseitigen Verwendungsmöglichkeit diverser Pilze.
Der wohl bekannteste Pilz auf der Erde ist nicht etwa der Steinpilz oder der Champignon , das ist das Penicillin, ein Pilz, der Bakterien abtötet und so schon vielen Millionen Menschen das Leben gerettet hat.
Es waren aber die alten Chinesen, die schon vor 4000 Jahren herausfanden, dass gerade Pilze eine heilende Wirkung auf den menschlichen Organismus haben. Die Natur hat gegen jede Krankheit ein „Kraut“ wachsen lassen und wir beschreiben bislang nur etwa 200.000 bekannte Pilzarten. Die Mykologie geht aber mindestens von 1.000.000 Pilzen auf der Erde aus, die bislang noch nicht erforscht sind. Das Leben ist spannend und so bleibt uns abzuwarten, was uns aus dieser Richtung noch erwartet. Der Flug zum Mond oder Kernkraftwerke bieten ein fundiertes Wissen auf dem es sich (auch) wirtschaftlich aufbauen lässt, aber die Schriften aus alten Zeiten der Chinesen oder die Schriften von Hildegard von Bingen in Bezug auf die Pilze sind relativ unerforscht. Tatsache ist, dass die alten Chinesen und auch Mitbestreiter der „Modernen“ erkannten, dass die Natur gegen jedes Zipperlein ein Kraut wachsen ließ und da stand nicht der Kommerz verschiedener Industrien dagegen. Selbst in der westlichen Welt machen sich Konzerne auf, die Inhaltsstoffe der Pilze bzw. Holz zersetzender Pilze und deren heilende Wirkung zu erforschen und das Ergebnis ist verblüffend, was man in verschiedenen Dissertationsarbeiten nachlesen kann.